Nachrichten aus Westfalen-Mitte-Süd


Arbeitgeber in Hamm müssen häufiger mit Besuch vom Zoll rechnen

Halbjahresbilanz: Bielefelder Zoll kontrollierte 56 Prozent mehr Betriebe

Die Zahl der Zoll-Kontrollen hat im ersten Halbjahr zugenommen. Das berichtet die IG BAU.
© Foto: IG BAU
05.10.2017
Risiko für Dumpinglohn-Firmen steigt: In Hamm ist die Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, erstmals seit Jahren gestiegen. Das zuständige Hauptzollamt Bielefeld kontrollierte im ersten Halbjahr insgesamt 984 Betriebe – 56 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Baugewerbe prüften die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 271 Arbeitgeber. Im Fokus dabei insbesondere: illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Betrug bei der Sozialversicherung. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitgeteilt.  weiterlesen

Abwrackprämie für Asbest - Altbauten in Hamm sanieren

10.000 Gebäude in der Stadt stammen aus 60er und 70er-Jahren

Als Welldach ist Asbest sofort erkennbar. Oft versteckt es sich aber in Fugen oder unter Böden. Die IG BAU will das gefährliche Material rasch aus dem Verkehr ziehen – per staatlicher Prämie.<br />
© Foto: IG BAU
22.09.2017
Es steckt in Böden, Dächern, Wänden und ist in Hamm auch nach Jahrzehnten noch eine Gefahr: Asbest. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) will das Material möglichst rasch aus dem Verkehr ziehen und fordert hierfür mehr staatliche Förderung. „Wir brauchen eine Sanierungs- und Abwrackprämie für Asbest“, so Bezirkschef Friedhelm Kreft. Zwar sei der Bau mit Asbestfaser seit 1993 verboten. Risiken berge allerdings der heimische Altbaubestand. „Hausbesitzer schrecken bislang oft vor den hohen Kosten der Entsorgung zurück. Damit bleibt das Problem auch 30 Jahre nach dem Asbest-Boom aktuell“, sagt Kreft.  weiterlesen

IG BAU will Meisterbrief im Kreis Hamm schützen

Handwerkskammer: 39 Prozent mehr Fliesenleger-Betriebe in zehn Jahren

Immer mehr Fliesenleger ohne Meisterbrief arbeiten als Ein-Mann-Betriebe – zulasten von Qualität und<br />Ausbildung. Die IG BAU fordert eine Rückkehr zur Meisterpflicht in dem Handwerk.
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05.09.2017
Qualität im Handwerk sichern: Ein „klares Bekenntnis zum Meisterbrief“ fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) von den Bundestagskandidaten in Hamm. Hintergrund sind Pläne der EU-Kommission: Sie will die Zugangsvoraussetzungen in Handwerksberufen europaweit angleichen. Darunter würden Qualität und Ausbildung leiden, befürchtet IG BAU-Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Meisterbetriebe in der Stadt wären besonders betroffen.
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In 24 Sprachen gegen Ausbeutung von Bauarbeitern aus dem Ausland

Baustellen Hamm: Info-Kampagne für EU-Ausländer

Hamm, 24.08.2017
Offensive gegen Ausbeutung auf dem Bau: Beschäftigte aus dem Ausland, die auf Baustellen in Hamm arbeiten, können sich über ihre Rechte informieren – unter www.constructionworkers.eu. Auf der Homepage finden Bauarbeiter in 24 Sprachen alle Infos rund um Lohn, Arbeitszeit, Krankheit und Urlaub. Darauf weist die IG BAU Westfalen-Mitte-Süd hin.  weiterlesen

Dortmunder Zoll ermittelt in der Reinigungsbranche

IG BAU kritisiert fehlende Kontrollen

Fassadenreiniger bei der Arbeit. Nicht immer jedoch geht es in der Branche sauber zu, bemängelt die IG BAU. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft fordert mehr Kontrollgen vom Zoll.
© Foto: IG BAU
Hagen, 04.08.2017
Unsaubere Praktiken im Fokus: Der Zoll soll die Reinigungsbranche in Hagen stärker in den Blick nehmen. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Nach Angaben der Gebäudereiniger-Gewerkschaft überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt Dortmund im vergangenen Jahr 33 Reinigungsfirmen.  weiterlesen
Hagen, 02.08.2017
Immer mehr unsichere Jobs: Rund 33.400 Menschen in Hagen arbeiten in Teilzeit, Leiharbeit oder haben einen Minijob als alleiniges Einkommen. Damit ist der Anteil der so genannten atypischen Beschäftigung an allen Arbeitsverhältnissen im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von 41 Prozent gestiegen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die die Entwicklung am Hagener Arbeitsmarkt seit dem Jahr 2003 untersucht hat. Damals lag die Quote atypischer Jobs noch bei 33 Prozent.  weiterlesen

Bielefelder Zoll kontrollierte 28 Prozent weniger Baustellen

IG BAU kritisiert „Gelegenheits-Visiten“ in Hamm

Hamm, 01.07.2017
Weniger Zoll-Kontrollen: Bauunternehmer aus Hamm müssen immer seltener damit
rechnen, Besuch vom Zoll zu bekommen. Im gesamten Bereich des Hauptzollamts
Bielefeld prüften die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 455 Baubetriebe. Das sind 28 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Dies hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt.  weiterlesen

So können sich Bauarbeiter in Hamm vor Hitze schützen

„Tag des Sonnenschutzes“ am 21. Juni

Hamm, 25.06.2017
An diesem Mittwoch ist nicht nur Sommeranfang, sondern auch der bundesweite „Tag des Sonnenschutzes“. Aus diesem Anlass appelliert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) an die rund 1.470 Bauarbeiter in Hamm, das UV-Risiko nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor gehört in der heißen Jahreszeit in jede Arbeitshose eines Maurers oder Dachdeckers. Aber auch Landschaftsgärtnerinnen und Fassadenreiniger sollten auf den richtigen Schutz achten“, sagt Friedhelm Kreft.  weiterlesen

Studie: 30 Prozent mehrPendler in Hamm seit 2000

IG BAU fordert mehr bezahlbaren Wohnraum in Großstädten

Kaffeepause am Steuer – klingt gut. Viele Berufspendler machen sie allerdings nicht freiwillig. Für sie bedeutet der Weg zur Arbeit immer wieder Staufrust.
Hamm, 09.05.2017
Immer mehr Pendler in Hamm: Zuletzt verließen 42 Prozent aller Berufstätigen auf
dem Weg zur Arbeit die Grenzen der Stadt – 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2000.
Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd beruft
sich hierbei auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR). Danach zählt Hamm rund 24.600 sogenannte Auspendler.  weiterlesen

Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG BauenAgrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein in Hamm rund 1.630 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards.
Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Ewald Thiel. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch alle
Baufirmen in der Stadt halten müssen, so Thiel.

Staub soll insbesondere im Bestandsbau verringert werden, heißt es in der Vereinbarung. Der Grenzwert für sogenannte „lungengängige Stäube“ darf die Marke von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter nun nicht mehr überschreiten. Bislang lag die Grenze bei drei Milligramm. Reduziert werden soll damit auch die Gefährdung durch krebserzeugenden Quarzstaub, der in fast jedem Baustaub enthalten ist. „Um das umzusetzen“, so Thiel, „muss die Bauwirtschaft
beim Arbeitsschutz aber richtig aufrüsten – von neuen Maschinen bis hin zur Schulung der Beschäftigten.“ Die Alternative sei Ärger mit dem Amt: Denn die Behörden für Arbeitsschutz kontrollieren, ob die neuen Standards eingehalten werden.

Dabei können Firmen für die Anschaffung von Luftreinigern oder speziellen Bohrern mit Staubabsaugung bis zu 50 Prozent Zuschuss von der Berufsgenossenschaft bekommen, erklärt Thiel. Dies komme gerade kleineren Betrieben zugute, für die eine Umrüstung oft eine erhebliche Investition sei. Nach Angaben von IG BAU und Berufsgenossenschaft lässt sich ein Großteil der Baustellen schon mit rund 3.000 Euro staubarm machen. „Oft sind es auch
einfache Lösungen, die einen guten Effekt haben. So können Fliesenleger ihre Platten auf speziellen Tischen brechen – statt sie mit einem staubenden Schneider zu zerlegen.“

Zusammen mit der Berufsgenossenschaft startet die IG BAU im kommenden Jahr hierzu eine bundesweite Info-Kampagne. „Mit Schulungen sollen auch in Nordrhein-Westfalen möglichst viele Bauarbeiter erreicht werden“, betont der Gewerkschafter. Denn der Kampf gegen den Staub sei letztlich nur zu gewinnen, wenn Betriebe und Beschäftigte an einem Strang ziehen.
Weitere Infos rund um Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte gibt es in einer
Broschüre des Bundesarbeitsministeriums, die im Netz abrufbar ist unter:
https://www.igbau.de/Binaries/Binary38070/schluss-mit-staub.pdf

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