Nachrichten aus Westfalen-Mitte-Süd


320 Maler und Lackierer in Hamm streichen mehr Geld ein

Mindestlohn für Gesellen steigt auf 13,30 Euro pro Stunde

Streichen mehr Geld ein: Maler und Lackierer bekommen einen Lohn-Aufschlag. Wer mit Gesellenbrief arbeitet, muss ab sofort mindestens 13,30 Euro pro Stunde bekommen, so die IG BAU.
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Hamm, 15.05.2018
Lohn-Plus fürs Streichen und Tapezieren: Für die rund 320 Maler und Lackierer in Hamm gelten ab sofort höhere Mindestlöhne. Wer einen Gesellenbrief in der Tasche hat, muss ab Mai mindestens 13,30 Euro pro Stunde verdienen – ein Plus von rund 35 Euro im Monat. Helfer ohne Ausbildung kommen auf einen Stundenlohn von wenigstens 10,60 Euro. Das teilt die Handwerksgewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

IG BAU-Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft spricht von einer wichtigen „Haltelinie nach unten“. An die Untergrenzen müssen sich alle 41 Maler- und Lackiererbetriebe in Hamm halten. „Entscheidend für die harte Arbeit in der Branche ist aber der Tariflohn. Der liegt derzeit bei 16,18 Euro pro Stunde“, so Kreft. Anspruch hierauf haben Gesellen, die Gewerkschaftsmitglieder sind und deren Betrieb in der Maler-und Lackierer-Innung ist. 

Bauarbeiter aus Hamm nehmen Kurs auf Berlin – zum „Dampfablassen“

Scheitern der Tarifverhandlungen: Miese Stimmung auf dem Bau

Anpfiff für den Bau-Protest: Heimische Bauarbeiter wollen am Montag laut werden – und bei der Tarifschlichtung in Berlin kräftig Dampf ablassen. Nicht nur per Trillerpfeife ...
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Hamm, 03.05.2018
Bauarbeiter aus Hamm lassen Dampf ab in Berlin: Auf den heimischen Baustellen herrscht „dicke Luft“, so die Bau-Gewerkschaft. Die Stimmung unter den rund 1.630 Bauarbeitern in Hamm sei „denkbar mies“: „Vom Maurer bis zum Kranführer – alle sind stinksauer. Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen zum Scheitern geführt. Das bringt den Bau zum Brodeln“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Friedhelm Kreft.  weiterlesen

Workers‘ Memorial Day: IG BAU ruft in Hamm zu Gedenkminute auf

Gedenktag am 28. April | 24.800 Bau-Unfälle in Nordrhein-Westfalen

Gedenken an die Opfer von Arbeitsunfällen: Die Gewerkschaft IG BAU ruft am Workers‘ Memorial Day zu einer Schweigeminute auf.
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Hamm, 24.04.2018
"Jeder Unfall ist einer zu viel“ – unter diesem Motto ruft die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Hamm zu einer Gedenkminute für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Bereits am kommenden Freitag – dem Vortag des internationalen Workers‘ Memorial Days – soll um 12 Uhr der Menschen gedacht werden, die im Job tödlich verunglückt oder berufsunfähig geworden sind, so die IG BAU Westfalen Mitte-Süd.  weiterlesen

Auf dem Bau brodelt es

Auf Westfalens Baustellen fangen die Kollegen vor Wut an zu kochen !

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24.04.2018
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe werden für gescheitert erklärt. Nach nun fünf Verhandlungstagen sind die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt und die Arbeitgeberverbände ergebnislos auseinander gegangen. Auch auf den heimischen Baustellen machte das drohende Scheitern der Verhandlungen schnell seine Runde. „Die Kolleginnen und Kollegen vom Bau sind zutiefst vom Verhalten der Arbeitgeber enttäuscht. Wir haben gemeinsam mit unseren Mitgliedern realistische Forderungen aufgestellt. Auf dem Bau wird gute Arbeit geleistet. Nun wollen die Beschäftigten auch etwas abbekommen“, so IG BAU Regionalleiter Bodo Matthey. In den letzten Tagen konnte sich die Gewerkschaft mit über 200 Aktiven der Region Westfalen in Konferenzen beraten. Neben Aktionen rund um die Schlichtung wird auch die angespannte Stimmung immer deutlicher. „Auf dem Bau boomt es. Die Unternehmen können sich vor Aufträgen nicht mehr retten. Nun wollen die Beschäftigten auch einen ordentlichen Schluck aus der Pulle haben. Aber die Arbeitgeber blocken einen fairen Tarifabschluss. Wertschätzung für die geleistete Arbeit sieht für mich anders aus“, so Gewerkschafter Matthey weiter. Die IG BAU fordert sechs Prozent mehr Lohn, einen Angleichungsschritt der Ost- an die Westlöhne und die Bezahlung der Wegezeiten zu den Baustellen. Zudem soll es einen Schritt zum vollen 13. Monatseinkommen geben sowie sämtliche Kosten der Ausbildung übernommen werden sollen. Das Angebot der Arbeitgeber blieb weit dahinter zurück und spiegelt nicht die gute wirtschaftliche Situation und der real existierende Fachkräftemangel der Branche.

Auch Sven Bönnemann, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU Westfalen ist schockiert vom Verhalten der Unternehmer.“ Wenn die Arbeitgeber gutes Personal wollen, müssen sie dafür schon eine Gegenleistung bringen. Es wird ständig argumentiert, dass etliche neue Jobs auf dem Bau geschaffen wurden. Ich frage mich, ob die Gegenseite uns für dumm verkaufen möchte? Ohne die vielen neuen Kolleginnen und Kollegen könnten die Aufträge gar nicht mehr geschafft werden. Die Branche boomt und die Gewinne sprudeln. Es scheint, als wollen die Arbeitgeber den Erfolg der Baubranche nicht mit ihren Beschäftigten teilen“, so Bönnemann. Vor allem fehlende Wertschätzung und Respekt vermissen die heimischen Gewerkschafter. Aus diesem Grunde wird es nun in der gesamten Region Aktiventreffen geben. Dort werden die Gewerkschaftsmitglieder planen, wie sie ihren Forderungen mehr Nachdruck verleihen können. Sollte es Anfang Mai keine Schlichtung geben, ist der Weg für einen Arbeitskampf frei. Nicht auszumalen, wie vor allem die Baustellen auf den Autobahnen aussehen, wenn die Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen müssen. „Unsere Mitglieder sind bereit für Streit. Den haben die Arbeitgeber mit ihrer Blockadehaltung provoziert. Wenn jetzt keine Bewegung in die Tarifauseinandersetzung kommt, dann müssen wir den nächsten Schritt gehen,“ so Bönnemann abschließend. 

So können Autofahrer in Hamm Straßenschäden melden

Bau-Gewerkschaft fordert „Infrastruktur-Update“

Gerade nach dem Winter kommen sie groß raus: Asphalt-Krater. Die IG BAU appelliert an Autofahrer, Schlaglöcher zu melden.
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Hamm, 12.04.2018
Vom wegbröckelnden Seitenstreifen bis zum Asphalt-Krater: Straßenschäden sind ärgerlich. Und sie können auch gefährlich sein. Trotzdem gehören sie für Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer in Hamm zum Alltag. Gerade dann, wenn der Frost sich verzieht, brechen die Asphaltdecken auf. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat deshalb jetzt dazu aufgerufen, über Mängel zu informieren – per „Schlaglochmelder“.  weiterlesen
Wenn der Zoll auf die Baustelle kommt, haben die Beamten oft etwas zu bemängeln. Nach Einschätzung der IG BAU Westfalen Mitte-Süd kommt ein Großteil der schwarzen Schafe jedoch „ungeschoren“ davon – weil engmaschige Kontrollen fehlten.
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Hamm, 03.04.2018
Schwarzarbeit im Fokus: Baufirmen in Hamm müssen häufiger mit einem Besuch vom Zoll rechnen. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums hin. Danach kontrollierten Beamte im Bereich des zuständigen Hauptzollamts Bielefeld im vergangenen Jahr insgesamt 543 Bauunternehmen – das sind rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr.  weiterlesen

Für 101 Bauunternehmen in Hamm gilt neuer Lohn-Sockel

Bau-Mindestlohn steigt auf 14,95 Euro pro Stunde

Bauarbeiter bekommen ab sofort einen höheren Mindestlohn. Die Untergrenze für Facharbeiter steigt auf 14,95 Euro pro Stunde, teilt die IG BAU Westfalen Mitte-Süd mit.
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Hamm, 22.03.2018
Höheres Lohn-Fundament auf dem Bau: Für die 1.630 Bauarbeiter aus Hamm gilt ab sofort ein höherer Mindestlohn. Gelernte Maurer, Zimmerer und Co. müssen nun mindestens 14,95 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Darauf hat die Industriegewerkschaft BAU hingewiesen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Jetzt bekommen die Bauarbeiter etwas von den steigenden Umsätzen ab“, sagt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. An die Untergrenze müssen sich alle 101 Bauunternehmen in Hamm halten. Gestiegen ist außerdem der Helfer-Lohn auf dem Bau. Wer ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitet, hat nun Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,75 Euro. Kreft: „Die Beschäftigten sollten jedoch genau prüfen, welche Bezahlung ihnen zusteht. Oft versuchen Betriebe, Facharbeiter mit dem Helfer-Lohn abzuspeisen. Doch das ist illegal.“ Entscheidend für die fair bezahlte Arbeit auf dem Bau sei ohnehin nicht der Mindest-, sondern der Tariflohn. Der liegt zurzeit bei 19,51 Euro pro Stunde. Antworten auf alle Fragen rund um den Lohn bietet die Info-Hotline der IG BAU unter 0391 / 40 85 232. 

Neuer Mindestlohn für 250 Dachdecker in Hamm

IG BAU: Löhne auf den Dächern steigen um 2,3 Prozent

Lohn-Plus auf den Dächern: Gesellen im Dachdeckerhandwerk müssen ab sofort mindestens 12,90 Euro pro Stunde bekommen, so die IG BAU.
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Hamm, 20.03.2018
Der Job in der Höhe zahlt sich aus: Für die rund 250 Dachdecker in Hamm gilt ein neuer Facharbeiter-Mindestlohn. „Dachdecker, die einen Gesellenbrief in der Tasche haben, müssen jetzt mindestens 12,90 Euro pro Stunde bekommen“, so Friedhelm Kreft von der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Das Plus für Vollzeit-Beschäftigte liegt damit bei rund 120 Euro im Monat. Alle Dachdeckerbetriebe müssen sich an die Lohnuntergrenze halten. Die Gewerkschaft rät den Dachdeckern in Hamm, ihre nächste Lohnabrechnung zu prüfen. „Besonders Fachleute müssen darauf achten, nicht mit einem Helfer-Mindestlohn von 12,20 Euro abgespeist zu werden“, sagt Kreft. Gewerkschaftsmitgliedern, die in einem Innungsbetrieb arbeiten, steht sogar der Tariflohn zu. Der liegt derzeit bei 18,08 Euro pro Stunde, so die IG BAU. 

Reinigungsbranche: Lohn-Plus für 1.010 Beschäftigte in Hamm

Mindestlohn in der Gebäudereinigung steigt auf 10,30 Euro

Reinigungskräfte müssen ab sofort mindestens 10,30 Euro pro Stunde verdienen – ein Plus von drei Prozent, so die IG BAU. Die Gewerkschaft rät zum Lohn-Check.
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Hamm, 19.03.2018
Lohn-Plus in der Gebäudereinigung: Die 1.010 Reinigungskräfte in Hamm bekommen mehr Geld. Ab sofort gilt in der Branche ein Mindestlohn von 10,30 Euro pro Stunde – drei Prozent mehr als bislang. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Westfalen Mitte-Süd mitgeteilt. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft rät den Beschäftigten nun, den Lohnzettel genau zu prüfen. „Mit der nächsten Abrechnung muss das Plus auf dem Konto sein. Auch die vielen Minijobber in der Branche haben Anspruch auf die Erhöhung“, sagt IG BAUBezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Alle 20 Reinigungsfirmen in Hamm müssten das Lohn-Plus zahlen. Wer dennoch leer ausgehe, bekomme Rat in den IG BAU-Büros in Hamm (Telefon: 0 23 81 – 1 20 25), Hagen (Telefon: 0 23 31 – 2 50 21) und Siegen (Telefon: 02 71 – 5 32 55). 

Streit im Job: Rechtsexperten derGewerkschaft 2.254 Mal im Einsatz

IG BAU Westfalen Mitte-Süd legt Jahresbilanz vor

Durchblick im Paragrafen-Dschungel: Die Rechtsberater der IG BAU Westfalen Mitte-Süd sind beim Streit mit dem Chef eine wichtige Anlaufstelle für Beschäftigte.
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Hamm, 27.02.2018
Vom geprellten Urlaubsgeld über Mobbing bis zur Verletzung des Kündigungsschutzes: Bei handfesten Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt Westfalen Mitte-Süd im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 2.254 Fälle zählten die IG BAU-Rechtsberater in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt. Damit verharrt die Zahl der Konfliktfälle auf dem hohen Niveau des Vorjahres. „Besonders viel hatten die Juristen im Baugewerbe, im Dachdecker- und Malerhandwerk sowie in der Gebäudereinigung zu tun. Die Beschwerden reichen hier von unbezahlten Überstunden, verspäteten Lohnzahlungen und unterschrittenen Tariflöhnen bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen“, zieht Friedhelm Kreft Bilanz. Nach Angaben des IG BAUBezirksvorsitzenden sorgten Ansprüche bei Arbeitsausfällen im Winter und Probleme bei Insolvenzen für zahlreiche Beratungsstunden. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. „Ob im Dachdeckerhandwerk, im Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte sich professionelle Hilfe holen“, sagt der Gewerkschafter. Eine Beratung helfe oft auch bei den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: „So konnte ein Maurer, der täglich zur Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld bekommt –
genauso wie die Autofahrer“, berichtet Kreft. Dies entschied das Landesarbeitsgericht München (Az. 11 Sa 58/17). Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die Rechtsberatung können in den IG BAU-Büros in Hamm unter 0 23 81 – 1 20 25, Hagen unter 0 23 31 – 2 50 21 und Siegen unter 02 71 – 5 32 55 vereinbart werden. 

Beschäftigte in Hamm können Interessenvertreter wählen

„Demokratie hinterm Werkstor“ – IG BAU ruft zu Betriebsratswahl auf

Ruft zur Betriebsratswahl auf: Friedhelm Kreft. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd appelliert an Beschäftigte in der Region, ihre Stimme abzugeben.
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Hamm, 16.02.2018
Von der Arbeitszeit über den Gesundheitsschutz bis hin zur Urlaubsplanung: Unter welchen Bedingungen Beschäftigte in Hamm arbeiten, darüber entscheidet nicht allein der Chef. Auch die Betriebsräte haben hier ein entscheidendes Wort mitzureden. Von März bis Mai werden die „Stimmen der Belegschaften“ neu gewählt. Darauf hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd appelliert: „Wer sein Kreuz jetzt macht, der kann mitbestimmen, wie sein Arbeitsplatz in den nächsten vier Jahren aussieht.“ Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft nennt die Wahl „ein absolutes Muss“. Auch in kleinen Handwerksbetrieben sollten Beschäftigte nicht davor zurückschrecken, einen Betriebsrat zu gründen. Die IG BAU unterstützt die Wahlen in Branchen wie der Bauwirtschaft, der Gebäudereinigung, der Landwirtschaft, dem Maler- oder Dachdeckerhandwerk. Die Betriebsratswahlen finden alle vier Jahre statt. Wie viele Mitglieder ein Betriebsrat hat, richtet sich nach der Zahl der Mitarbeiter. Bereits in Firmen ab fünf Beschäftigten kann ein Arbeitnehmervertreter gewählt werden. Die Wahlbeteiligung lag mit 79 Prozent zuletzt deutlich über der bei den Landtags- oder Bundestagswahlen. Alle Infos rund um die Betriebsratswahl vor Ort gibt es in den IG BAU-Büros in Hamm (Telefon: 0 23 81 – 120 25), Hagen (Telefon: 0 23 31 – 2 50 21) und Siegen (Telefon: 02 71 – 5 32 55) sowie
im Netz unter: http://www.dgb.de/betriebsratswahl-2018 

Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG BauenAgrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein in Hamm rund 1.630 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards.
Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Ewald Thiel. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch alle
Baufirmen in der Stadt halten müssen, so Thiel.

Staub soll insbesondere im Bestandsbau verringert werden, heißt es in der Vereinbarung. Der Grenzwert für sogenannte „lungengängige Stäube“ darf die Marke von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter nun nicht mehr überschreiten. Bislang lag die Grenze bei drei Milligramm. Reduziert werden soll damit auch die Gefährdung durch krebserzeugenden Quarzstaub, der in fast jedem Baustaub enthalten ist. „Um das umzusetzen“, so Thiel, „muss die Bauwirtschaft
beim Arbeitsschutz aber richtig aufrüsten – von neuen Maschinen bis hin zur Schulung der Beschäftigten.“ Die Alternative sei Ärger mit dem Amt: Denn die Behörden für Arbeitsschutz kontrollieren, ob die neuen Standards eingehalten werden.

Dabei können Firmen für die Anschaffung von Luftreinigern oder speziellen Bohrern mit Staubabsaugung bis zu 50 Prozent Zuschuss von der Berufsgenossenschaft bekommen, erklärt Thiel. Dies komme gerade kleineren Betrieben zugute, für die eine Umrüstung oft eine erhebliche Investition sei. Nach Angaben von IG BAU und Berufsgenossenschaft lässt sich ein Großteil der Baustellen schon mit rund 3.000 Euro staubarm machen. „Oft sind es auch
einfache Lösungen, die einen guten Effekt haben. So können Fliesenleger ihre Platten auf speziellen Tischen brechen – statt sie mit einem staubenden Schneider zu zerlegen.“

Zusammen mit der Berufsgenossenschaft startet die IG BAU im kommenden Jahr hierzu eine bundesweite Info-Kampagne. „Mit Schulungen sollen auch in Nordrhein-Westfalen möglichst viele Bauarbeiter erreicht werden“, betont der Gewerkschafter. Denn der Kampf gegen den Staub sei letztlich nur zu gewinnen, wenn Betriebe und Beschäftigte an einem Strang ziehen.
Weitere Infos rund um Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte gibt es in einer
Broschüre des Bundesarbeitsministeriums, die im Netz abrufbar ist unter:
https://www.igbau.de/Binaries/Binary38070/schluss-mit-staub.pdf

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