Nachrichten aus Westfalen-Mitte-Süd


205 Tonnen Honig verspeiste Hamm im vergangenen Jahr

Tag des Honigs am 7. Dezember | IG BAU warnt vor Glyphosat

Hinter dem Honig-Frühstück stecken fleißige Bienen. Aber die sind hierzulande immer stärker<br />bedroht, warnt die Agrar-Gewerkschaft IG BAU.
© Foto: IG BAU
Hamm, 10.12.2018
Appetit auf flüssiges Gold: Rund 205 Tonnen Honig aßen die Menschen in Hamm im vergangenen Jahr – rein statistisch. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) zum Internationalen Tag des Honigs [f. d. Red.: 7. Dezember] hingewiesen. Die Gewerkschaftberuft sich dabei auf Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Danach lag der Pro-Kopf-Verbrauch mit 1,1 Kilo bei gut zwei Gläsern Honig im Jahr. Mit Sorge beobachtet die IG BAU Westfalen Mitte-Süd jedoch das Bienensterben, das den Imkern in der Region zunehmend zu schaffen mache. „Dafür ist auch die industrielle Landwirtschaft verantwortlich. Monokulturen und Pestizide lassen den Bienen immer weniger Lebensräume“, sagt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Gefährlich sei insbesondere das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Laut einer aktuellen Studie aus den USA greift das Herbizid die Darmflora der Bienen an – und ist einer der Hauptgründe für den massiven Rückgang der Bienenvölker. Die IG BAU fordert auch deshalb ein Verbot von Glyphosat. Das Mittel ist in Deutschland im Gegensatz zu anderen EU-Ländern weiterhin erlaubt. „Wenn wir in Zukunft überhaupt noch heimischen Honig essen wollen, dann muss es ein Umdenken in der Landwirtschaft geben – mehr Vielfalt und weniger Einsatz von Chemie“, fordert Kreft. Laut Statistik wird schon jetzt der Großteil des in Deutschland gegessenen Honigs importiert – insbesondere aus Argentinien, Mexiko und der Ukraine. Dabei steht die Bundesrepublik beim Honigverzehr weltweit an der Spitze. Allein zwischen 2016 und 2017 nahm der Verbrauch nach Angaben der BLE um 15 Prozent zu. 

Bielefelder Zoll: Baufirmen brachten Staat um 3,9 Millionen Euro

Mehr Kontrollen auf Baustellen in Hamm gefordert : IG BAU legt Bilanz für erstes Halbjahr 2018 vor

Mit ihr ist nicht gut Kirschen essen. Wenn Zollbeamte auf die Baustelle kommen, werden sie<br />oft fündig. Die IG BAU fordert intensivere Kontrollen.
© Foto: IG BAU
Hamm, 22.11.2018
Schwarzarbeit und Lohn-Prellerei auf der Spur: Beamte des Zolls sollen die 95 Bauunternehmen in Hamm noch häufiger auf illegale Machenschaften überprüfen. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums gefordert. Danach deckten Kontrolleure bei Firmen im Bereich des Hauptzollamts Bielefeld in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Schaden von 16,5 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf. Ein Großteil des Betrugs betraf das Baugewerbe: Allein in der Baubranche entgingen dem Staat 3,9 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervor.  weiterlesen

320 Maler und Lackierer inHamm bekommen mehr Geld

Plus von 5,9 Prozent | IG BAU: Jetzt Lohnabrechnung prüfen

Wenn mehr Euros in die Lohntüte tröpfeln: Durch ein Lohn-Plus gibt’s jetzt zusätzliches Geld, das das Leben der Maler bunter macht.
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Hamm, 08.11.2018
Lohn-Plus für die Arbeit mit Pinsel und Tapezierrolle: Die rund 320 Maler und Lackierer in Hamm streichen jetzt mehr Geld ein. Rückwirkend zum Oktober steigen die Löhne in zwei Stufen um insgesamt 5,9 Prozent. Ein Malergeselle kommt damit auf einen Stundenlohn von 16,60 Euro – ein Plus von 73 Euro pro Monat. Im nächsten Jahr kommen noch einmal 95 Euro dazu. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd rät den Handwerkern in der Region, ihre aktuelle Lohnabrechnung zu prüfen. „Die Baubranche brummt. Davon profitieren auch die Malerbetriebe. Jetzt bekommen die Beschäftigten endlich einen fairen Anteil an der guten Umsatzentwicklung“, sagt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Mehrfach standen die Tarifverhandlungen zwischen IG BAU und Arbeitgebern vor dem Scheitern. Am Ende entschied eine Schlichtung.
Kreft rät den Malern und Lackierern, auf der richtigen Bezahlung zu bestehen: „Fachkräfte sollten sich nicht mit dem Helfer-Lohn abspeisen lassen.“ Anspruch auf den Tariflohn haben Beschäftigte, die Mitglied der Gewerkschaft sind und die in einem Betrieb arbeiten, der zur Malerinnung gehört. Für sie steigt neben dem Verdienst auch die Sonderzahlung am Jahresende – auf jetzt 996 Euro. „Das Extra-Geld kommt mit der November-Abrechnung, die bis spätestens Mitte Dezember im Briefkasten liegt“, so Kreft. 
Frankfurt, 29.10.2018
Der Tarifkonflikt im Gerüstbauer-Handwerk ist beige-
legt. Die rund 40 000 Gerüstbau-Beschäftigten in Deutschland erhalten ab
dem 1. November 2018 mehr Geld. Erst in der Schlichtung am vergangenen
Wochenende konnte eine Einigung erzielt werden. Schlichter war der CDU-
Politiker und frühere Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling. Die Indust-
riegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die Arbeitgeberverbän-
de, Bundesverband Gerüstbau sowie Bundesinnung für das Gerüstbauer-
Handwerk, verständigten sich unter seiner Mitwirkung auf eine Erhöhung
der Löhne, des 13. Monatseinkommens sowie der Ausbildungsvergütungen.  weiterlesen

In Hamm geht Hängepartiefür 250 Dachdecker weiter

IG BAU: Trotz guter Auftragslage knausern Betriebe beim Lohn

Schräge Lohn-Aussichten für heimische Dachdecker: Die Arbeitgeber sperren sich bisher gegen ein angemessenes Einkommensplus für die Handwerker, kritisiert die IG BAU. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld.
© Foto: IG BAU
Hamm, 05.10.2018
Lohn-Schieflage auf heimischen Dächern: Die 250 Dachdecker in Hamm müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit Blick auf die laufende Tarifrunde für das Handwerk. „Der Bau-Boom beschert auch den Dachdeckerbetrieben volle Auftragsbücher und gute Umsätze. Trotzdem sperren sich die Arbeitgeber gegen ein längst überfälliges Lohn-Plus“, kritisiert Gewerkschafter Friedhelm Kreft. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd fordert sechs Prozent mehr Geld für Dachdecker und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Bei einem Facharbeiter stünden damit 184 Euro pro Monat mehr auf dem Lohnzettel. In der letzten Tarifverhandlung hatten die Arbeitgeber jedoch lediglich ein minimales Plus auf dem Level der Inflationsrate geboten. Anspruch auf tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied der Arbeitgeberinnung ist. „Wenn das Dachdeckerhandwerk bei der Bezahlung nicht deutlich attraktiver wird, dann droht die Branche von der Lohnentwicklung abgehängt zu werden“, so Kreft. Dies verschärfe auch den Fachkräftemangel. Schon jetzt hätten die Betriebe massive Probleme, Spezialisten und Nachwuchs für die „Knochenjobs in der Höhe“ zu finden. Die Gewerkschaft fordert den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks dazu auf, in der jetzt anstehenden Schlichtung „endlich ein solides Lohn-Angebot“ vorzulegen. Andernfalls drohe das endgültige Scheitern des Tarifkonflikts. 

Auszubildende können jetzt ihre "U25-Sprecher" wählen

Ab Oktober Jung-Betriebsräte wählbar | 3.600 Auszubildende in der Stadt Hamm

Kreuz für mehr Demokratie im Betrieb. Ab sofort können Azubis und Beschäftigte unter 25 über Interessenvertreter abstimmen.
© Foto: IG BAU
Hamm, 05.10.2018
Junior-Betriebsräte gesucht: Ab sofort können Azubis und junge Beschäftigte in Hamm neue „U25-Sprecher“ wählen. Noch bis Ende November laufen die Wahlen für die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV). Darauf hat die IG BAU Westfalen Mitte-Süd hingewiesen. „Mit ihrer Stimme können Berufsstarter ein entscheidendes Wort mitreden – und sich das nötige Gehör beim Chef verschaffen“, sagt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. Häufig hätten junge Beschäftigte mit Missständen zu kämpfen. Doch oft trauten sie sich nicht, diese anzusprechen – auch wegen eines zum Teil rauen Umgangstons im Betrieb. „Die Probleme reichen von zu langen Arbeitszeiten und fehlenden Lehrplänen bis hin zu Tätigkeiten, die gar nichts mit der Ausbildung zu tun haben“, so Kreft. Im aktuellen DGB-Ausbildungsreport gaben 14 Prozent der Azubis an, selten oder nie von ihrem Ausbilder betreut zu werden. Mehr als ein Drittel berichtet von regelmäßigen Überstunden. Zudem klagt ein wachsender Teil der Befragten darüber, ständig für die Firma erreichbar sein zu müssen. „Bei diesen Problemen kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und zwar auf Augenhöhe“, sagt Gewerkschafter Kreft. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd appelliert an Unternehmen in der Region, die Wahlen zu unterstützen. Das komme den Betrieben am Ende selbst zugute. „Engagierte Jugendvertreter verbessern die Ausbildungsqualität und sorgen für eine höhere Zufriedenheit beim Nachwuchs. Und unter Schulabgängern spricht sich schnell herum, wo die Lehre gut ist“, so Kreft. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels achteten Jugendliche besonders darauf, ob die Ausbildungsbedingungen stimmen. Rund 3.600 Auszubildende gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell in Hamm. Eine Interessenvertretung kann wählen, wer in einem Betrieb arbeitet, der mindestens fünf Jugendliche oder Azubis und bereits einen Betriebsrat hat. Stimmberechtigt sind alle Beschäftigten unter 18 Jahren – genauso wie alle Mitarbeiter unter 25, die ihre Berufsausbildung absolvieren. Alle Infos rund um die Wahl gibt es im Netz unter www.jav-portal.de und bei der Jungen BAU unter www.facebook.com/JungeIGBAU. 

173 neue Wohnungen in Hamm genehmigt

Halbjahresbilanz: IG BAU fordert mehr Peronal für Bauämter

Wieder stärker gefragt – Steine sind der Rohstoff der Baukonjunktur. Doch eine entscheidende Bremse beim Neubau ist der Personalmangel in den Behörden, so die IG BAU.
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Hamm, 10.09.2018
Grünes Licht für den Bau: Zwischen Januar und Juni wurde in Hamm der Neubau von 173 Wohnungen genehmigt. Das sind 41,8 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die
Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Statistischen Bundesamts.  weiterlesen

Arm trotz Vollzeitjobs

IG BAU kritisiert ausufernden Niedriglohnsektor

Arbeiten im Alter: Viele Rentner sind auf einen Minijob angewiesen, um über die Runden zukommen. Die IG BAU macht sich für mehr Tarifbindung stark – als Schutz vor Altersarmut.
© Foto: IG BAU
Hamm, 10.09.2018
Gefangen im Niedriglohn: 8.800 Vollzeit-Beschäftigte in Hamm verdienen weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. Das sind 24 Prozent aller Menschen, die hier sozialversicherungspflichtig die volle Stundenzahl arbeiten. Darauf hat die IG Bauen-
Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur.  weiterlesen
Hamm, 20.08.2018
Rollende Ein-Mann-Betriebe: Immer häufiger sind in Hamm Solo-Selbstständige unterwegs. Doch viele von ihnen arbeiten nach Einschätzung der IG BAU unter schlechten Bedingungen – ohne soziale Absicherung und mit einem Einkommen, das teils unter dem Mindestlohn liegt. „Gerade im Handwerk hat die Zahl der Ein-Mann-Firmen stark zugenommen – oft mit großen Abstrichen bei der Qualität“, sagt Friedhelm Kreft. Der IG BAU-Bezirksvorsitzende kritisiert dabei Online-Portale wie MyHammer oder Helpling, die ein solches Geschäftsmodell unterstützten. „Zwar scheint ein Fachmann dort nur ein paar Klicks entfernt. Doch ein Großteil dieser sogenannten ,Gig-Worker‘ arbeitet ohne Gesellenbrief und Renten- oder Sozialversicherung“, so Kreft.  weiterlesen
Hamm, 08.08.2018
Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben Baufirmen in Hamm noch 35 Ausbildungsplätze offen. Das meldet die Gewerkschaft IG Bau. In ganz Nordrhein-Westfalen zählt die Branche über 3.900 freie Lehrstellen.  weiterlesen

320 Maler und Lackierer in Hamm streichen mehr Geld ein

Mindestlohn für Gesellen steigt auf 13,30 Euro pro Stunde

Streichen mehr Geld ein: Maler und Lackierer bekommen einen Lohn-Aufschlag. Wer mit Gesellenbrief arbeitet, muss ab sofort mindestens 13,30 Euro pro Stunde bekommen, so die IG BAU.
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Hamm, 15.05.2018
Lohn-Plus fürs Streichen und Tapezieren: Für die rund 320 Maler und Lackierer in Hamm gelten ab sofort höhere Mindestlöhne. Wer einen Gesellenbrief in der Tasche hat, muss ab Mai mindestens 13,30 Euro pro Stunde verdienen – ein Plus von rund 35 Euro im Monat. Helfer ohne Ausbildung kommen auf einen Stundenlohn von wenigstens 10,60 Euro. Das teilt die Handwerksgewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.
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Bauarbeiter aus Hamm nehmen Kurs auf Berlin – zum „Dampfablassen“

Scheitern der Tarifverhandlungen: Miese Stimmung auf dem Bau

Anpfiff für den Bau-Protest: Heimische Bauarbeiter wollen am Montag laut werden – und bei der Tarifschlichtung in Berlin kräftig Dampf ablassen. Nicht nur per Trillerpfeife ...
© Foto: IG BAU
Hamm, 03.05.2018
Bauarbeiter aus Hamm lassen Dampf ab in Berlin: Auf den heimischen Baustellen herrscht „dicke Luft“, so die Bau-Gewerkschaft. Die Stimmung unter den rund 1.630 Bauarbeitern in Hamm sei „denkbar mies“: „Vom Maurer bis zum Kranführer – alle sind stinksauer. Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen zum Scheitern geführt. Das bringt den Bau zum Brodeln“, sagt der IG BAU-Bezirksvorsitzende Friedhelm Kreft.  weiterlesen

Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG BauenAgrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein in Hamm rund 1.630 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards.
Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Ewald Thiel. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch alle
Baufirmen in der Stadt halten müssen, so Thiel.

Staub soll insbesondere im Bestandsbau verringert werden, heißt es in der Vereinbarung. Der Grenzwert für sogenannte „lungengängige Stäube“ darf die Marke von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter nun nicht mehr überschreiten. Bislang lag die Grenze bei drei Milligramm. Reduziert werden soll damit auch die Gefährdung durch krebserzeugenden Quarzstaub, der in fast jedem Baustaub enthalten ist. „Um das umzusetzen“, so Thiel, „muss die Bauwirtschaft
beim Arbeitsschutz aber richtig aufrüsten – von neuen Maschinen bis hin zur Schulung der Beschäftigten.“ Die Alternative sei Ärger mit dem Amt: Denn die Behörden für Arbeitsschutz kontrollieren, ob die neuen Standards eingehalten werden.

Dabei können Firmen für die Anschaffung von Luftreinigern oder speziellen Bohrern mit Staubabsaugung bis zu 50 Prozent Zuschuss von der Berufsgenossenschaft bekommen, erklärt Thiel. Dies komme gerade kleineren Betrieben zugute, für die eine Umrüstung oft eine erhebliche Investition sei. Nach Angaben von IG BAU und Berufsgenossenschaft lässt sich ein Großteil der Baustellen schon mit rund 3.000 Euro staubarm machen. „Oft sind es auch
einfache Lösungen, die einen guten Effekt haben. So können Fliesenleger ihre Platten auf speziellen Tischen brechen – statt sie mit einem staubenden Schneider zu zerlegen.“

Zusammen mit der Berufsgenossenschaft startet die IG BAU im kommenden Jahr hierzu eine bundesweite Info-Kampagne. „Mit Schulungen sollen auch in Nordrhein-Westfalen möglichst viele Bauarbeiter erreicht werden“, betont der Gewerkschafter. Denn der Kampf gegen den Staub sei letztlich nur zu gewinnen, wenn Betriebe und Beschäftigte an einem Strang ziehen.
Weitere Infos rund um Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte gibt es in einer
Broschüre des Bundesarbeitsministeriums, die im Netz abrufbar ist unter:
https://www.igbau.de/Binaries/Binary38070/schluss-mit-staub.pdf

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