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Für 101 Bauunternehmen in Hamm gilt neuer Lohn-Sockel

Bau-Mindestlohn steigt auf 14,95 Euro pro Stunde


Bauarbeiter bekommen ab sofort einen höheren Mindestlohn. Die Untergrenze für Facharbeiter steigt auf 14,95 Euro pro Stunde, teilt die IG BAU Westfalen Mitte-Süd mit. © Foto: IG BAU
Hamm, 22.03.2018
Höheres Lohn-Fundament auf dem Bau: Für die 1.630 Bauarbeiter aus Hamm gilt ab sofort ein höherer Mindestlohn. Gelernte Maurer, Zimmerer und Co. müssen nun mindestens 14,95 Euro pro Stunde bekommen. Damit stehen am Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel. Darauf hat die Industriegewerkschaft BAU hingewiesen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd spricht von einem „wichtigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region. „Der Bau brummt. Die Geschäfte laufen so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Jetzt bekommen die Bauarbeiter etwas von den steigenden Umsätzen ab“, sagt Bezirksvorsitzender Friedhelm Kreft. An die Untergrenze müssen sich alle 101 Bauunternehmen in Hamm halten. Gestiegen ist außerdem der Helfer-Lohn auf dem Bau. Wer ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitet, hat nun Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,75 Euro. Kreft: „Die Beschäftigten sollten jedoch genau prüfen, welche Bezahlung ihnen zusteht. Oft versuchen Betriebe, Facharbeiter mit dem Helfer-Lohn abzuspeisen. Doch das ist illegal.“ Entscheidend für die fair bezahlte Arbeit auf dem Bau sei ohnehin nicht der Mindest-, sondern der Tariflohn. Der liegt zurzeit bei 19,51 Euro pro Stunde. Antworten auf alle Fragen rund um den Lohn bietet die Info-Hotline der IG BAU unter 0391 / 40 85 232.

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