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Staat will in Hamm mit Zuschüssen die „graue Wohnungsnot“ mindern

Altersgerechtes Sanieren: Neue Förderung für Mieter und Eigentümer

Die Wohnung fit fürs Alter machen: Ewald Thiel (Foto) von der IG BAU appelliert an Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer, jetzt staatliche Zuschüsse für den altersgerechten Umbau von Wohnungen zu nutzen. „Ab Oktober zahlt Vater Staat bis zu 5.000 Euro dazu, wenn eine Wohnung oder das gesamte Haus vollständig barrierearm umgebaut wird“, so der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.
Die Wohnung fit fürs Alter machen: Ewald Thiel (Foto) von der IG BAU appelliert an Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer, jetzt staatliche Zuschüsse für den altersgerechten Umbau von Wohnungen zu nutzen. „Ab Oktober zahlt Vater Staat bis zu 5.000 Euro dazu, wenn eine Wohnung oder das gesamte Haus vollständig barrierearm umgebaut wird“, so der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd.
Hamm, 28.10.2014
„Graue Wohnungsnot“ – Zuschüsse bieten Sanierungschance: Haus- und Wohnungseigentümer in Hamm, aber auch Mieter können ab sofort ihre eigenen vier Wände mit staatlicher Unterstützung fit fürs Alter machen.

Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt, ist im Oktober die Neuauflage des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ gestartet. Und das mit deutlich besseren Konditionen: „Der barrierereduzierte Umbau muss nicht mehr zwangsläufig über einen Kredit finanziert werden, wenn das Ersparte nicht reicht. Wer seine Wohnung seniorengerecht saniert, kann jetzt einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro bekommen. Wenn das gesamte Haus oder eine Wohnung vollständig barrierearm umgebaut wird, sind sogar bis zu 5.000 Euro drin“, sagt Ewald Thiel.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Westfalen Mitte-Süd ist das wiederaufgelegte KfW-Förderprogramm mit der neuen Zuschussvariante ein Schritt in die richtige Richtung. „In den kommenden Jahren wird die Zahl der Senioren in Hamm weiter steigen. Deshalb brauchen wir viel mehr altersgerechte Wohnungen. Ansonsten ist eine ‚graue Wohnungsnot‘ vorprogrammiert. Die verbesserte Förderung durch Zuschüsse bietet Mietern und Eigentümern jetzt einen wichtigen Anreiz, gegenzusteuern und die altersgerechte Sanierung der eigenen vier Wände anzupacken“, so Thiel.

Der Bezirksvorsitzende der Bau-Gewerkschaft hofft, dass möglichst viele Mieter und Eigentümer jetzt die Chance zur Sanierung nutzen und so möglichst viel Geld aus dem KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ nach Hamm fließt. Bundesweit stünden bis Ende Dezember 10 Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung. Bis zum Jahr 2018 seien es insgesamt 54 Millionen Euro.

„Eine Wohnung ohne Schwellen, mit breiten Türen, durch die später auch Rollator oder Rollstuhl passen, Lichtschalter und Steckdosen, die auch im Sitzen erreicht werden können, Haltegriffe im Bad, eine ebenerdige Dusche … – das alles sind wichtige Sanierungen, mit denen man die Wohnung perfekt fürs eigene Alter umrüsten kann“, so Thiel. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Westfalen Mitte-Süd ist das seniorengerechte Sanieren „ein Stück Altersvorsorge“: „Es geht darum, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können und diese nicht schon früh gegen einen Heimplatz tauschen zu müssen.“

Mieter und Eigentümer, die von der Förderung profitieren wollen, müssen den Zuschuss vor Beginn der Sanierungsarbeiten direkt bei der KfW beantragen, so die IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Mehr Infos zur Förderung des seniorengerechten Sanierens und zum KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ gibt es im Internet unter: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Barrierereduzierung

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