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Ordentliche Kelle Lohn-Nachschlag für 1.300 Bauarbeiter in Hamm

IG BAU Westfalen Mitte-Süd fordert 7 Prozent Plus für den Bau


Beim Lohn was drauf: Wer auf dem heimischen Bau arbeitet, soll mehr verdienen – 7 Prozent, fordert die IG BAU. Schließlich stünden die Zeichen in der Baubranche auf Wachstum.
Hamm, 27.02.2014
Heimische Beschäftigte sollen von boomender Baukonjunktur profitieren: Ein Plus von insgesamt 7 Prozent will die IG Bauen-Agrar-Umwelt für die rund 1.300 Bauarbeiter und Angestellten der Baubranche in Hamm in der bevorstehenden Tarifrunde erzielen.

Dabei soll es nicht nur eine spürbare Anhebung der Löhne und Gehälter, sondern auch höhere Pauschalen für Fahrtkosten und auswärtige Übernachtungen geben.

„Auf dem Bau stehen die Zeichen auf Wachstum – auch in Hamm. Bundesweit wird in diesem Jahr im Bauhauptgewerbe mit einem kräftigen Umsatzplus gerechnet. Mit ihrer Arbeit tragen die heimischen Beschäftigten hierzu wesentlich bei. Es ist nur fair, wenn sie jetzt an dem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Branche beteiligt werden“, sagt Ewald Thiel.

Für die laufenden Tarifverhandlungen, die am 6. März beginnen, gibt es nach den Worten des Vorsitzenden vom IG BAU-Bezirksverband Westfalen Mitte-Süd deutlichen Rückenwind von den Beschäftigten auf den Baustellen in Hamm. Hier gebe es eine ganz klare Erwartungshaltung an die Arbeitgeber, eine „ordentliche Kelle mehr Lohn draufzulegen“. Thiel: „Angesichts der positiven Entwicklung ist es nur konsequent, dass die Baubeschäftigten ein Stück vom Kuchen abbekommen. Die Chefs können das locker bezahlen.“

Dass das Forderungs-Paket in diesem Jahr auch höhere Pauschalen für Fahrtkosten und Übernachtungen vorsieht, ist für den IG BAU-Bezirksvorsitzenden mehr als überfällig. „All diejenigen, die lange Wege zu Baustellen haben oder wegen der Entfernung in deren Nähe sogar übernachten müssen, zahlen drauf. Seit zwölf Jahren sind die Festbeträge unverändert“, sagt der Gewerkschafter. Hier müsse endlich etwas passieren.

Mit einem kräftigen Lohnplus – auch für die Azubis – könne der Bau zudem für den Nachwuchs wieder deutlich attraktiver gemacht werden. „Wer Fachkräftemangel beklagt, muss einen Lohnanreiz schaffen“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

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