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Neuer Mindestlohn für 770 Gebäudereiniger in Hamm

Keiner darf beim Putzen unter 9 Euro pro Stunde verdienen

„Wer putzt, soll auch sauber verdienen“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU. Ab sofort gilt für Reinigungskräfte ein neuer Mindestlohn von 9 Euro pro Stunde.
„Wer putzt, soll auch sauber verdienen“, sagt die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU. Ab sofort gilt für Reinigungskräfte ein neuer Mindestlohn von 9 Euro pro Stunde.
Hamm, 17.01.2013
Neuer Mindestlohn fürs Putzen: Ab sofort darf keine der rund 770 Reinigungskräfte in Hamm unter 9 Euro pro Stunde verdienen. Darauf hat der IG BAU-Bezirksverband Westfalen Mitte-Süd hingewiesen. Seit Anfang Januar gelte in der Gebäudereiniger-Branche ein höheres Lohn-Limit. „Egal, ob Unternehmen oder Privathaushalt – für alle heißt es: Wenn Chefs jetzt noch Stundenlöhne von unter 9 Euro zahlen, ist das illegal und sogar strafbar“, sagt Ewald Thiel.

Das gelte, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende, auch für Tricksereien, mit denen der Mindestlohn unterlaufen werde. So verlangten Arbeitgeber von ihren Angestellten in der Praxis nicht selten, immer größere Flächen in immer weniger bezahlter Arbeitszeit zu reinigen. Tatsächlich leisteten die Beschäftigten dabei Mehrarbeit zum Nulltarif. Dadurch werde der Lohn durch die Hintertür gekürzt.

Der Bezirksvorsitzende der Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU kündigt an, im Jahr 2013 „Mindestlohn-Sünder“ bei den Arbeitgebern noch stärker ins Visier zu nehmen. Hier setze man auf eine enge Zusammenarbeit mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. „Illegale Beschäftigungspraktiken dürfen in der Gebäudereiniger-Branche in Hamm keine Chance haben. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden“, so Thiel.

Einen Lohn-Check empfiehlt die IG BAU auch den Glas- und Fassaden-Reinigern. Für sie gilt, so die Gebäudereiniger-Gewerkschaft, ab Januar ein neuer, höherer Tariflohn von 11,92 Euro pro Stunde.

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