Nachrichten-Archiv


Mehr Geld für „Schwerstarbeit am Blumenstrauß“ gefordert

Machen ein „kreatives Handwerk“: 160 Floristinnen in Hamm

Es ist „kreative Schwerstarbeit am Blumenstrauß“: Für das Blumenbinden sollen die heimischen Floristinnen bald mehr Geld verdienen. Die Floristen-Gewerkschaft IG BAU fordert ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.<br />
Es ist „kreative Schwerstarbeit am Blumenstrauß“: Für das Blumenbinden sollen die heimischen Floristinnen bald mehr Geld verdienen. Die Floristen-Gewerkschaft IG BAU fordert ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.
Hamm, 27.03.2013
Gerade zu Ostern erledigen sie „Schwerstarbeit am Blumenstrauß“: die rund 160 Floristinnen in Hamm. Sie machen einen kreativen Handwerksjob. Aber der ist unterbezahlt, meint die Floristen-Gewerkschaft.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert deshalb 6,5 Prozent mehr Geld. „Am Ende des Monats hätte eine ausgebildete Floristin, die von morgens bis abends im Blumenladen steht, dann rund 100 Euro Brutto mehr im Portemonnaie“, sagt Ewald Thiel.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Westfalen Mitte-Süd ist die Arbeit in der Floristik ein „Knochenjob“: „Floristinnen binden nicht nur bunte Sträuße. Ihr Arbeitstag fängt häufig früh morgens mit Kistenschleppen auf dem Markt an. Und er endet abends mit dem Abbau der Dekoration“, so Thiel. Arbeit an Wochenenden und an Feiertagen sei die Regel. Dafür hätten sie jetzt einen Lohn-Zuschlag verdient.

Auch der Blumenhandel habe mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Schon deshalb sei es notwendig, den Beruf der Floristin finanziell attraktiver zu machen. Nach Angaben der IG BAU ist die Floristik „fest in Frauenhand“: Knapp 95 Prozent aller Beschäftigten seien weiblich. Die Tarifverhandlungen für die heimischen Floristinnen werden am Montag nach Ostern (Hinweis für die Redaktion: 8. April) fortgesetzt. Die IG BAU rechnet dabei mit einem Abschluss.

4stats

Kalender


<Juni  2019>
MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930