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IG Bau: Baustellen mehr kontrollieren


Ennepe-Ruhr, 22.07.2013
Lohndrückern auf Baustellen im Ennepe-Ruhr-Kreis das Handwerk legen: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt Westfalen Mitte-Süd will mehr Kontrollen von Mindestlöhnen. Dies sei insbesondere notwendig, um ehrliche Baubetriebe im Ennepe-Ruhr-Kreis vor kriminellen Lohnpraktiken unseriöser Konkurrenzfirmen zu schützen.

Anlass für die Forderung sind Ermittlungszahlen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Dortmund, die die Gewerkschaft jetzt vorgelegt hat.

Sie zeigten, dass auf zahlreichen Baustellen in der Region noch immer der tarifliche Mindestlohn unterlaufen werde. „Im vergangenen Jahr hat das für den Ennepe-Ruhr-Kreis zuständige Hauptzollamt Dortmund in der gesamten Region 874 Mindestlohn-Kontrollen auf dem Bau durchgeführt.

Als Ergebnis wurden in 25 Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet“, sagt Ewald Thiel.Nach Einschätzung des Vorsitzenden vom IG BAU-Bezirksverband Westfalen Mitte-Süd liegt die Dunkelziffer der Mindestlohn-Verstöße jedoch weitaus höher: „Wenn bei stichprobenartigen Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in der Region schon dieses Ergebnis herauskommt, dürften die tatsächlichen Mindestlohn-Verstöße einen weitaus größeren Umfang haben.“Massive WettbewerbsverzerrungDie Zahlen seien ein klares Indiz dafür, dass es immer noch etliche Unternehmen gebe, die sich bewusst nicht an die tariflichen Lohnuntergrenzen im Baugewerbe hielten.

Thiel: „Diese zahlen ihren Beschäftigten weniger, um billig an Aufträge zu kommen. Und das führt ganz klar zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung.
Die Baubetriebe im Ennepe-Ruhr-Kreis, die seriös und ehrlich arbeiten, sind die Leidtragenden dieser kriminellen Lohn-Praktiken.“Um die „schwarzen Schafe“ auf den Baustellen zu überführen, müsse der Mindestlohn stärker und intensiver kontrolliert werden.

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