Nachrichten-Archiv


Hartz-Reform kein großer Wurf für den Arbeitsmarkt in Hamm

IG BAU zieht Bilanz: 5.140 Dauerbezieher von Hartz IV in Hamm


Zieht negative Bilanz der Hartz-Arbeitsmarktreformen:
IG BAU-Bezirksvorsitzender Ewald Thiel
Hamm, 03.09.2012
Bilanz mit Schatten: „Für den Arbeitsmarkt in Hamm waren die Hartz-Reformen nicht der große Wurf“, so Ewald Thiel. Der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd sieht die vor zehn Jahren begonnene Arbeitsmarktreform mehr als kritisch.

Bilanz mit Schatten: „Für den Arbeitsmarkt in Hamm waren die Hartz-Reformen nicht der große Wurf“, so Ewald Thiel. Der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd sieht die vor zehn Jahren begonnene Arbeitsmarktreform mehr als kritisch. „Ein-Euro-Jobs, mehr Mini-Jobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse sowie ein Boom bei Leih- und Zeitarbeit – das vermeintliche Jobwunder durch die Hartz-Reformen hat sich bei näherem Hinsehen als ‚mehr Schein als Sein’ entpuppt. Wo es tatsächlich eine Steigerung gegeben hat, ist der Niedriglohnbereich“, so Thiel. Zudem lebten durch Hartz IV viele Menschen am Rande des Existenzminimums. Für sie sei die „gelobte Arbeitsmarktreform“ zur Armutsfalle geworden.

Auch mit Blick auf die Langzeitarbeitslosigkeit sieht sich der IG BAU-Bezirksvorsitzende in seiner Kritik bestätigt. „Erklärtes Ziel der Reform war es, die Langzeitarbeitslosen aus dem Abseits zu holen. Das hat nicht geklappt.“ Als Beispiel nannte der IG BAU-Bezirksvorsitzende die Zahl der Dauerbezieher. „Zu Beginn dieses Jahres gab es in Hamm mehr als 5.140 Arbeitslose, die 2 Jahre oder sogar länger von Hartz IV lebten. Das sind immerhin 64,8 Prozent aller arbeitssuchenden Hartz IV-Empfänger. Das zeigt, dass viele Arbeitslose vom Sozialgeld nicht mehr wegkommen“.

Kalender


<August  2019>
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031