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Fliesenleger: Ohne Meisterbrief leiden Qualität und Ausbildung im Handwerk

HWK Dortmund: 37 Prozent mehr Fliesenleger-Betriebe seit 2006

Der „goldene Boden des Handwerks“ – bei den Fliesenlegern wackelt er, so die IG BAU. Denn seit dem Wegfall der Meisterpflicht arbeiten immer mehr Solo-Selbstständige in dem Handwerk – viele von ihnen sogar ohne Gesellenbrief.
Der „goldene Boden des Handwerks“ – bei den Fliesenlegern wackelt er, so die IG BAU. Denn seit dem Wegfall der Meisterpflicht arbeiten immer mehr Solo-Selbstständige in dem Handwerk – viele von ihnen sogar ohne Gesellenbrief.
Hamm, 11.12.2015
Immer mehr Fliesenleger, immer weniger Meister in Hamm: Seit 2006 ist die Zahl der heimischen Fliesenleger-Betriebe stark gestiegen. Gab es im Bereich der Handwerkskammer (HWK) Dortmund vor neun Jahren noch 1.139 Fliesenleger-Firmen, waren es im vergangenen Jahr bereits 1.562.

Das ist ein Anstieg von 37 Prozent. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerkschaft führt das auf den Wegfall der Meisterpflicht im Fliesenleger-Handwerk vor fast zwölf Jahren zurück. Damit seien jedoch die Qualität und die Ausbildung in dem Handwerk in Gefahr.

„Auch in Hamm hat die Zahl der Ein-Mann-Betriebe deutlich zugenommen. Denn seit der Reform der Handwerksordnung 2004 müssen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger nicht einmal eine Gesellenprüfung machen, um ein Gewerbe anzumelden“, sagt Ewald Thiel. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Westfalen Mitte-Süd ist der Meisterbrief ein „Garant für saubere Arbeit und faire Löhne“: „Im Interesse der heimischen Beschäftigten und auch Kunden sollte die Meisterpflicht im Fliesenleger-Handwerk wieder eingeführt werden“, so Thiel.

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