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Erwerbsminderung: Neurentnerbekommen ab Juli 40 Euro mehr

8.300 neue Erwerbsminderungsrentner im Regierungsbezirk Arnsberg

„Gerade Bauarbeiter sind frühzeitig körperlich am Ende“, sagt IG BAU-Bezirkschef Ewald Thiel (Foto). Wenn es im Job nicht mehr geht, dann sei die Erwerbsminderungsrente oft der letzte Ausweg – nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit. „Ab Juli bekommen Neurentner im Schnitt 40 Euro pro Monat mehr Erwerbsminderungsrente“, so Thiel.
„Gerade Bauarbeiter sind frühzeitig körperlich am Ende“, sagt IG BAU-Bezirkschef Ewald Thiel (Foto). Wenn es im Job nicht mehr geht, dann sei die Erwerbsminderungsrente oft der letzte Ausweg – nach einem Unfall oder bei schwerer Krankheit. „Ab Juli bekommen Neurentner im Schnitt 40 Euro pro Monat mehr Erwerbsminderungsrente“, so Thiel.
Hamm, 24.07.2014
„Mini-Trostpflaster“ für alle, die jetzt früher in Rente gehen müssen: Wer gesundheitlich nicht mehr kann und ab diesem Monat aus dem Job ausscheidet, der bekommt eine höhere Erwerbsminderungsrente. Im Schnitt sind dies 40 Euro mehr pro Monat, teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.

. Trotzdem sei dies immer noch viel zu gering. „Die Erwerbsminderungsrenten sind seit Jahren ‚im freien Fall‘. Die Abschläge sind brutal. Bislang waren es lediglich rund 669 Euro pro Monat, die ein Erwerbsminderungsrentner im Regierungsbezirk Arnsberg durchschnittlich ausgezahlt bekam. Frauen sogar nur 593 Euro. Das ist beschämend wenig“, sagt der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Westfalen Mitte-Süd, Ewald Thiel. Der Zuschlag, den Neurentner durch das Rentenpaket der Bundesregierung ab Juli bekommen, sei nichts anderes als „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Wer wegen einer schweren oder chronischen Krankheit oder wegen eines Unfalls gar nicht mehr oder nur noch stundenweise arbeiten kann, dem drohe Altersarmut. Zudem seien die Hürden enorm hoch, überhaupt eine Erwerbsminderung anerkannt zu bekommen. „Für viele ist es ein Spießrutenlauf von Gutachtertermin zu Gutachtertermin. Oft setzt erst das Gericht einen Schlusspunkt hinter die Erwerbsminderungsrente. Vom Arbeitsunfall bis zur Bandscheibe, die hinüber ist: Gerade Bauarbeiter sind frühzeitig körperlich am Ende“, so Thiel. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr im Regierungsbezirk Arnsberg mehr als 8.300 Neurentner, bei denen eine Erwerbsminderung anerkannt wurde.

Bei Fragen zur Erwerbsminderungsrente und auch bei anderen Themen rund um die Rente helfen ehrenamtliche „Renten-Lotsen“ der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Von der Erläuterung des Rentenverlaufs bis zum Ausfüllen der Anträge unterstützen die Versichertenältesten die Ratsuchenden – auch nach Feierabend. Außerdem bietet die Deutsche Rentenversicherung unter der Service-Rufnummer 0800 – 1000 4800 eine kostenlose Hotline, bei der es Beratung rund um Erwerbsminderung, Reha, Rente und Altersvorsorge gibt. Mehr Informationen auch im Internet unter: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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