IG BAU Westfalen-Mitte-Süd


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
damit wir unsere Leistungen weiterhin gewähren können und gleichzeitig unsere Beschäftigten geschützt sind, haben wir zurzeit folgende Regelungen getroffen:

Unsere Mitgliederbüros in der Region Westfalen sind zwar besetzt, aber nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet.

- Wir sind für unsere Mitglieder und Betriebsräte weiterhin per Telefon, Email und Fax erreichbar.

- Der Rechtsschutz vor dem Arbeits- und Sozialgericht ist gewährleistet.

- Alle Veranstaltungen, Sitzungen und Seminare sind bis auf Weiteres abgesagt.

Alle getroffenen und geplanten Maßnahmen haben das Ziel die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und den Schutz der Menschen zu gewährleisten, die aufgrund verschiedener Faktoren zu den Risikogruppen zählen. Hier geht es um Verantwortung jedes Einzelnen, um Zusammenhalt und um Solidarität, genau das, wofür insbesondere wir in den Gewerkschaften stehen

Wir bitten Euch für diese Maßnahmen um Verständnis.

Eure IG BAU

Region Westfalen

Bodo Matthey Sven Bönnemann
Regionalleiter Stellv. Regionalleiter

Bauleute (im Bild: Eisenflechter) kommen mit der Arbeit kaum hinterher. Der Boom der Branche führt zu vollen Auftragsbüchern und Rekordumsätzen. Davon sollen jetzt auch die Beschäftigten profitieren, fordert die IG BAU.
© Foto: IG BAU
16.03.2020

Hamm: Mehr Geld für 1.890 Bauarbeiter gefordert

Volle Auftragsbücher, Rekordumsätze, langes Warten auf Handwerker – die Baubranche boomt: Davon sollen jetzt auch die 1.890 Bauarbeiter in Hamm profitieren. Für sie fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in der anstehenden Tarifrunde ein Lohn-Plus von 6,8 Prozent – mindestens aber 230 Euro mehr im Monat. Für Azubis soll es 100 Euro mehr pro Monat geben. Außerdem verlangt die IG BAU, dass lange Fahrzeiten zur Baustelle bezahlt werden. Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern beginnen am 19. März in Berlin. „Maurer, Zimmerleute und Fliesenleger sind extrem gefragt. Gerade im Wohnungsbau verschärft sich der Mangel an Fachkräften. Aber die bekommt man nur, wenn die Arbeit auf dem Bau attraktiver wird“, sagt Friedhelm Kreft, Bezirksvorsitzender der IG BAU Westfalen Mitte-Süd. Große Baufirmen, aber auch viele leine Handwerksbetriebe in der Region stünden wirtschaftlich so gut da wie seit Jahren nicht mehr. „Wer heute nicht in bessere Löhne und Arbeitsbedingungen investiert, hat vielleicht morgen keine Facharbeiter mehr“, betont Kreft. Ein entscheidender Punkt sei hier die Bezahlung der Pendelei: „Bauarbeiter verbringen teils mehrere Stunden am Tag im Auto, um zur Baustelle und zurück zu kommen. Das ist verlorene Lebenszeit. Dabei wechseln die Baustellen ständig. Bauleute können sich – anders als die meisten Pendler – vorher nicht auf den nächsten Einsatzort einstellen“, sagt Carsten Burckhardt, der für die IG BAU die Verhandlungen führt. In der Tarifrunde will die Gewerkschaft deshalb erstmals eine generelle Entschädigung der sogenannten Wegezeiten durchsetzen. Die IG BAU Westfalen Mitte-Süd sieht großes Potential für ein „kräftiges Lohn-Plus“:
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erreichten die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr mit 86 Milliarden Euro den höchsten jemals gemessenen Wert. In einem aktuellen Konjunkturbericht spricht die Bundesbank von einer „außerordentlich guten Auftragslage“, mit der Bauunternehmen ihre „Margen beträchtlich ausgeweitet“ hätten. Für das laufende Jahr rechnen Bauindustrie und -handwerk mit einem Umsatzplus von mindestens fünf Prozent.
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